Meine Konzeption
Die Konzeption ist das Herzstück meiner pädagogischen Arbeit in Jennys Fuchsbau. Sie beschreibt die Grundsätze, Ziele und Methoden nach denen ich die Betreuung und Förderung der Kinder gestalte. In meiner Konzeption erfährst du, wie ich die individuellen Bedürfnisse der Kinder berücksichtige, welche Werte mir wichtig sind und wie ich sie im Alltag umsetzte.
Im Folgenden findest du Auszüge meiner Konzeption. Wenn du Interesse an der vollständigen Konzeption hast, schreibe mir gerne eine Nachricht. Ich freue mich von dir zu hören!
Mein Bild vom Kind
In meiner Kindertagespflege betrachte ich jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit mit individuellen Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten. Jedes Kind bringt seine eigene Lebensgeschichte, sein eigenes Lerntempo und seine eigene Ausdrucksform mit. Ich lege großen Wert darauf, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit zu respektieren und anzunehmen.
Meine pädagogische Arbeit ist von einer bedürfnisorientierten Erziehung geprägt, die auf einem respektvollen und gleichwertigen Kontakt mit den Kindern und Familien basiert. Ich sehe Kinder als kompetente und neugierige Individuen, die aktiv ihre Umwelt erkunden und gestalten. Durch die Schaffung eines liebevollen und unterstützenden Umfeldes ermögliche ich es den Kindern, sich sicher und geborgen zu fühlen.
Räumlichkeiten
Die Kindertagespflege Fuchsbau und Rehkids befindet sich im Akazienweg 15 in 55291 Saulheim, in einer ruhigen Wohngegend mit familiärer Atmosphäre. Ganz in der Nähe liegt die Mühlbachaue, die sich wunderbar für kleine Spaziergänge und Naturerkundungen eignet. Im Wohngebiet stehen zudem ausreichend Parkplätze zur Verfügung.
Unsere Kindertagespflege befindet sich in einer liebevoll gestalteten Doppelhaushälfte mit kleinem Gartenanteil. Die Räume sind hell, freundlich und kindgerecht eingerichtet, sodass sich Kinder vom ersten Moment an wohl und geborgen fühlen können.
Im Eingangsbereich befindet sich ein großzügiger Flur mit Garderobenplätzen für die Kinder, sowie ein Gäste-WC. Die Küche mit einer kleinen, gemütlichen Essecke lädt zum gemeinsamen Essen, Kochen und Backen ein.
Der Wohn- und Essbereich mit Blick auf den Garten und die Terrasse bildet das Herzstück unserer Kindertagespflege. Hier befindet sich unser Hauptgruppenraum mit viel Platz zum Spielen, Klettern, Toben und Kuscheln. Wir legen großen Wert auf hochwertige, kindgerechte Materialien und arbeiten unter anderem mit einem Podest der Marke Kameleon, das vielfältige Bewegungs- und Spielmöglichkeiten bietet.
Im Gruppenraum ist ebenso unsere selbst gebaute große Fensterbank, die nicht nur Gemütlichkeit ausstrahlt, sondern auch Platz für liebevoll ausgewählte Spielsachen bietet und als „Arbeitsfläche“ genutzt werden kann. Die Spielmaterialien sind geordnet, auf Augenhöhe und einladend arrangiert, sodass die Kinder selbstständig entdecken und auswählen können.
Im Erdgeschoss befindet sich außerdem eine kleine Wickelecke sowie eine gemütliche Essecke, an deren großem Tisch nach Lust und Laune gemalt, geknetet oder gebastelt werden darf.
Im Keller haben wir zusätzlich Platz für eine kleine Entdecker/ Forscherecke, sowie für einen Bewegungsraum, in dem die Kinder ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen können.
Das Obergeschoss bietet zwei weitere Räume: einen kuscheligen Schlafraum für die Mittagsruhe und einen zweiten Gruppenraum zum Spielen, Entdecken und Wohlfühlen. Ein separates Badezimmer steht dort ebenfalls zur Verfügung.
Unsere Räume sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet – übersichtlich, sicher und an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. Sie bieten Geborgenheit, laden zum Entdecken ein und schaffen eine Atmosphäre, in der jedes Kind sich wohlfühlen und entfalten kann.
Im Alltag mit den Kindern achte ich stets auf die Bedürfnisse der Kinder und gestalte die Räume dementsprechend um und tausche regelmäßig Spiel – und Bewegungsmöglichkeiten nach Belieben so aus, wie sie gerade benötigt werden und sinnvoll sind.
Meine pädagogische Arbeit
In meiner pädagogischen Arbeit orientiere ich mich unter anderem an den Ansätzen von Emmi Pikler und Maria Montessori.
Emmi Pikler war eine ungarische Kinderärztin, die neue Wege in der Kindheitspädaogogik bereitete, die bis heute ihre Gültigkeit haben. Sie entwickelte ein pädagogisches Konzept zur kind- und bindungsorientierten frühkindlichen Betreuung auf der Grundlage von drei Säulen: die beziehungsvolle Pflege, die freie Bewegungsentfaltung und das freie Spiel.
Bei der beziehungsvollen Pflege geht es um eine liebevolle, zugewandte und rücksichtsvolle Haltung gegenüber dem Kind. Beim Wickeln beschreibe ich dem Kind, was als nächstes passiert und reagiere passend auf seine Signale. Mir ist es wichtig, dem Kind die Zeit zu geben, die es in der Situation gerade benötigt.
Unter der freien Bewegungsentfaltung ist zu verstehen, dass Kinder von Natur aus den Drang dazu haben, sich neuen Aufgaben zu stellen. Hierfür benötigen sie kein Eingreifen von Erwachsenen, die sie zum Beispiel hinsetzen, in den Stand bringen oder auf ein Podest heben, wenn sie diese Position noch nicht von alleine erreichen können. Es ist wichtig, den Kindern Zeit und Raum zu geben, um diese Erfahrungen selbst sammeln zu können. Dies nimmt positiven Einfluss auf die motorische Entwicklung, die Wahrnehmung des eigenen Körpers, das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein des Kindes.
Schon Säuglinge sind in der Lage zum freien Spiel. Sie erkunden beispielsweise ihre Hände und Finger und dies aus eigener Motivation heraus, spontan und selbstbestimmt. Dieser Erkundungsdrang bringt Kleinkinder auch zum Krabbeln und Laufen.
Meine Aufgabe ist es, den Kindern eine vorbereitete Umgebung zu schaffen, in der sie ihrem natürlichen Drang etwas auszuprobieren, nachkommen können. Die Kinder nehmen daraus Initiative, Ausdauer, Konzentration, strategisches Denken und Handeln mit. Neben klassischem Kinderspielzeug eignen sich hierfür Alltagsgegenstände mit unterschiedlichen Oberflächen und aus verschiedenen Materialien (Plastikflaschen, Metallschüsseln, Körbe, Becher, Dosen, Deckel, Bälle, klingende Objekte, Schwämme, Bürsten, Material zum Schütten uvm.).
Maria Montessori war eine italienische Ärztin und Reformpädagogin. Sie beschreibt Kinder als von Natur aus neugierig, lernbereit und nach Selbstständigkeit strebend. Sie ist Verfasserin des Ausdrucks „Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. […] Habe Geduld meine Wege zu begreifen. […] Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen.“
Ein wichtiger Baustein hierfür ist die vorbereitete Umgebung. Dieser voraus gehen die Beobachtungen des Kindes, die dessen Interessen und Bedürfnisse betreffen. Darüber hinaus ist es meine Aufgabe, die Lernangebote an das Kind anzupassen, sowie über eine passende Methodenvielfalt zu verfügen.
Ernährung
In meiner Kindertagespflege biete ich eine Vollverpflegung an. Das heißt, für euch entfällt das tägliche Vorbereiten und Einpacken einer oder mehrerer Mahlzeiten. Getränke in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee stehen den Kinder jederzeit zur Verfügung. Zum Frühstück biete ich zusätzlich Milch an.
Das Frühstück bereiten wir gemeinsam am Morgen vor. Hierbei ist mir eine abwechslungsreiche, ausgewogene, kindgerechte Ernährung wichtig. Eine gesunde Ernährung beginnt jedoch nicht erst beim Essen und der Zubereitung, sondern schon bei der Planung und dem gemeinsamen Einkauf der Lebensmittel. Mithilfe einer bebilderten Einkaufsliste können die Kinder diesen Prozess aktiv mitgestalten.
Das Mittagessen beziehen wir über einen lokalen Caterer. Dies hat zum einen den Vorteil, dass auf Unverträglichkeiten und besondere Ernährungsweisen sehr gut Rücksicht genommen werden kann (glutenfrei, vegetarisch, etc.). Zum anderen kann ich die Zeit, die ich sonst fürs Vorbereiten und Kochen benötigen würde, aktiv mit eurem Kind verbringen.
Nach dem Mittagsschlaf biete ich einen kleinen Nachmittagssnack, häufig in Form von Obst und Rohkost, an.
Die Kindertagespflege verfügt über eine kleine Küche. Hier kann ich mit den Kindern gemeinsam kochen und backen. Dadurch können sie ein Bewusstsein für eine gesunde Ernährung entwickeln, lernen woher eine Mahlzeit kommt und wie sie zubereitet wird. Durch die Beteiligung an diesem Prozess gewinnen die Kinder an Selbstvertrauen und erfahren Selbstwirksamkeit. Weiterhin sammeln sie erste mathematische Erfahrungen in den Bereichen Mengen und Maße und kommen mit naturwissenschaftlichen Prinzipien (von flüssig zu fest) in Kontakt. Durch das gemeinsame Kochen werden soziale Beziehungen gefestigt.
Essen begleitet uns ein Leben lang. Deshalb ist es mir wichtig, unsere Mahlzeiten in einer angenehmen Atmosphäre und ohne Druck oder Zwang zu gestalten. Zum gemeinsamen Essen gehören soziale Interaktionen. Ich esse mit den Kindern gemeinsam und bin ihnen dadurch ein positives Vorbild. In einer kindgerechten Umgebung (niedrige Tische, stabiles Geschirr, kleines Besteck) ermutige ich die Kinder zum alleine Essen und fördere somit die Selbstständigkeit. Jedes Kind bekommt beim Essen die Zeit, die es braucht.
Abschied
Wo es einen Anfang gibt, gibt es auch ein Ende. Das ist bei der Kindertagespflege nicht anders.
Um den Abschied aus der Kindertagespflege zu einem schönen Erlebnis zu machen, thematisiere ich diesen bereits frühzeitig. Mithilfe passender Bilderbücher kommen wir ins Gespräch und besprechen damit verbundene Gefühle. Dabei sind alle Gefühle willkommen, berechtigt und werden ernst genommen: Freude über die neuen Möglichkeiten, Unsicherheiten wegen dem Unbekannten, Trauer über das Verlassen der gewohnten Strukturen.
Aufgrund der örtlichen Nähe haben die Kinder in meiner KTP bereits Berührung zu einem Kindergarten. Dieser oder auch andere Kindertagesstätten in Wörrstadt können vor dem Abschied bei Ausflügen besucht werden. Von der Straße aus können wir überlegen, was die Kinder hinter den Mauern gerade alles erleben und beobachten, was die Kinder im Außengelände erleben.
Am letzen Tag feiern wir ein kleines Abschiedsfest. Dieses wird nach den Vorlieben des Kindes gestaltet: Lieblingsessen, eine kleine Beschäftigung wie das Lieblingsspiel oder ein kleiner Ausflug zum Lieblingsplatz. In einem kleinen „Umzugskarton“ werden alle Eigentumsgegenstände des Kindes gesammelt, als symbolischer Auszug aus der Kindertagespflege.